YVONNE PÖPPERL

05. bis 29. Oktober 2011

Vernissage

Mittwoch,     05. Oktober 2011 · 18 bis 22 Uhr

Die Künstlerin ist anwesend.

 

Eröffnungswochenende

Donnerstag, 06. Oktober 2011 · 18 bis 21 Uhr

Freitag,         07. Oktober 2011 · 18 bis 21 Uhr

Samstag,      08. Oktober 2011 · 11 bis 16 Uhr

Postmoderne Clubatmosphäre mit ästhetischen Körpern.

Die freie Illustratorin, die in Hamburg lebt, 1969 in Bensheim geboren wurde, zeigt in ihrer Ausstellung Pop-Art-Bilder, die Schönheitsideale einer jungen und modernen Generation spiegeln. ,,Ich male immer Menschen, Körper, die ästhetisch sind, so wie ich sie als ästhetisch empfinde", sagt Pöpperl.

© 2010 Yvonne Pöpperl
© 2010 Yvonne Pöpperl

Malen heißt für die studierte Kommunikationsdesignerin nicht, zu Pinsel und Papier zu greifen. Ihr Medium sind Computer und entsprechende Grafikprogramme, mit denen sie auch als Illustratorin arbeitet. ,,Anfangs habe ich eine Idee, wie ein Bild aussehen sollte. Dann erstelle ich Elemente und füge sie zusammen, manchmal auch so, dass der Charakter einer Collage erhalten bleibt", sagt Yvonne Pöpperl.


Solche Arbeiten realisiert sie eher als Auftragsarbeiten für Kunden wie Zeitschriften, für die sie als freie Illustratorin und Art Direktorin arbeitet. Das ,,Freie" ist Pöpperl bei ihrer Arbeit wichtig. Früher war sie auch als Art Direktorin in Hamburg angestellt.

 

Schon damals wuchs der Impuls, sich neben der Arbeit im werblichen Kontext auch der künstlerischen Grafik zu widmen. Beide Standbeine vermischen sich jedoch im Alltag der Illustratorin. Viele werbliche Fragmente, sei es die Bildsprache, die Art der ästhetischen und damit anziehenden Inszenierung von Körpern, die subtile sexuelle Ansprache der Bilder, alles das gehört dazu. In ihren Bildern verbinden sich Werbe- und Stilikonen zu einer farbigen Melange, die das Auge herausfordert. Gero Kastner sprach in seiner Einführung zur Ausstellung im Museum Heppenheim von einer ,,unglaublichen Aufmerksamkeit erregenden Farbigkeit". Betrachter können sich angesichts der kräftigen Farben, die teilweise Neon-Farbigkeit haben, kaum entziehen.

© 2010 Yvonne Pöpperl
© 2010 Yvonne Pöpperl

Aufdringlich sind die Illustrationen dennoch nicht. Sie erlauben Assoziationen, indem sie Anknüpfungspunkte zumindest für die jüngere Generation bieten. Viele erinnern an Clubs und Lounges, schummriges Licht, modische Acessoires und Typen einer postmodernen Gesellschaft. Vier davon hat Yvonne Pöpperl in einem kleinen Zyklus portraitiert. Es sind der ,,Eco-Bore", ,,Late-Start-Druggy", ,,Hot Divorcee" und der ,,Love-Lorn Guy".


Wie selbstverständlich sind die ausgestellten Illustrationen nicht mit einem deutschen, sondern einem englischen Titel versehen. Es spiegelt den Geist der postmodernen Generation, die sich als international definiert und globale Ikonen verehrt.


Der berufliche Werdegang Yvonne Pöpperls liest sich aus der Sicht eines Internen der Branche lupenrein. ,,Sie haben Referenzen, so was gibt es gar nicht", betonte Gero Kastner in seinen einführenden Worten. Pöpperl hat für große Illustrierte und andere Medien gearbeitet.


Mittlerweile hat sie die werblichen Illustrationen etwas zurückgefahren. ,,Meist arbeite ich dann für englische Medien", sagte Pöpperl. Nun hat sie jedoch die Freiheit, ihre Aufträge gezielter auszuwählen. Das lässt Zeit für künstlerische Betätigung.

Zur Website von Yvonne Pöpperl