FINISSAGE // DONNERSTAG, 01. NOVEMBER 2012

POLAROID SX 70 // Thomas Frieda Müller

Viele Fotobegeisterte und Anhänger des Polaroids haben die Ausstellung der Fotos von Thomas Frieda Müller mit Begeisterung besucht und über die Entfremdung der Figuren allein durch die teils enorme Vergrößerung gestaunt.

 

Wer es bisher nicht geschafft hat vorbeizukommen, hat morgen, am Donnerstag, 1. November 2012 die Chance, die Bilder noch ein letztes Mal zu sehen, bevor zumindest die Originale wieder im schützenden Dunkel des Archives verschwinden.

Wer die Ausstellung bereits besucht und mit dem Erwerb eines der Fotodrucke geliebäugelt hat, erhält diesen Donnerstag die einmalige Gelegenheit, sein Lieblingsmotiv als "Ausstellungstück" z.T. gerahmt bis zu 25% günstiger zu erstehen.

Dieses Angebot gilt nur diesen Donnerstag von 18 bis 21 Uhr.

 

Also auf keine Fall verpassen, vorbei kommen und hinterher was schönes an die Wand hängen.

 

After Art Work 2.0 // Finissage Thomas Frieda Müller
Donnerstag, 01. November 2012

18 bis 21 Uhr

 

*Original-Polaroids sind unverkäuflich

Über die Ausstellung
Der fotografische Apparat galt für lange Zeiten als verlässliches Hilfsmittel für ein „objektives Sehen“. Eine Fehleinschätzung, betrachtet man die aus analogen SX 70 Polaroids entstandenen großformatigen Akt-Fotografien des Fotografen Thomas Frieda Müller. Denn hier findet man sehr verschiedene, sehr subjektive fotografische Stellungnahmen zum Thema "menschlicher Torso". Müller modernisiert das klassische Thema der Nacktheit durch eine sehr eigene Ästhetik, die mit realistischer Abbildhaftigkeit kaum mehr zu tun hat. Schärfe, die Details transportiert, fehlt völlig. Die Fotografien werden von einer starken Farbigkeit und kühnen Formen dominiert, der Raum löst sich auf. Es bleibt der expressive Ausdruck eines kurzen Moments.

Das aufgrund des Ursprungsmaterials einzigartige Original des SX 70 mutiert dabei zum künstlerischen Spielzeug: Der Unikat-Charakter des Polaroids suggeriert dem Beobachter ein Kunstwerk entstehend allein durch die Authentizität des Moments, durch die scheinbare Nähe zu einem intimen Spiel mit dem Sujet. Bewusst gesetzte extrem dichte Farben, weitgehende Unschärfen und teilweise Überbelichtungen konterkarieren diesen Eindruck des „Dabeiseins“ jedoch sogleich und reduzieren die Bildfläche auf  Formen und Farben.

Ein äußerst spannendes Sehvergnügen, das über die SX 70-Originale mit Formaten bis hin zu XXL-Prints spielt. Und ein Muss für Polaroid-Veteranen und Freunde der experimentellen Fotografie. Entdecken Sie jetzt diese analoge Ursprungsfrische in der digitalen Farbwelt!

VITA

Fotografenausbildung 1983-1985 in Hamburg (Werbung, Industrie, Stills, Food)
Freie Assistenz 1985-1986 (Stills, Mode, Werbung)
Studioleitung als Fotograf, Studiomanagement 1986-1988 (Werbung)
Beginn der Selbständigkeit als Fotograf 1988 (Musiker- und Künstlerportraits)
Assistenz bei Annie Leibovitz in Berlin und New York 1991 (Portrait, Werbung, Celebrities)

 

Inszenierte Fotografie und Reportagen (Portrait, Celebrities, Editorial, Corporate Publishing, Werbung)

 

Bisherige Austellungen und Projekte

„Sehlandschaft mit Pocahontas“
zum Begriff der Foto-Text-Einheit bei Arno Schmidt, Hamburg

„Der molussische Torso“, Wien

„b-hindert“, mehrjähriges Wanderausstellungsprojekt

Portrait Helmut Newton, "Private Property", Helmut Newton Foundation, Berlin

 

Mitglied der Agentur FOCUS seit 1997

 

Wohn- und lebhaft in der Nordheide und in Hamburg

 

Mehr von Thomas F. Müller findet Ihr hier