Ausstellung vom 21. September bis 02. November 2013

OLIVER LÖHR

Plakative Texturen treffen auf feinste Details und zufällig entstandene Untergründe sind die Basis für scheinbar grenzenlose Vielschichtigkeit.

 

So kann man vielleicht am ehesten die Entstehung der Bilder von Oliver Löhr beschreiben. Acryl, Graphit und Farbstiffte schichten sich in verschiedensten Techniken auf Nesselstoff. Über z.T. extrem lange Zeiträume formen sich somit eine Art Collage, deren Character jedoch weiteren Materialien wie z.B. Papier entbehrt.

 

Die meist parallel zueinander in kleinen Serien enstandenen Bilder laden zu Verweilen und Nachdenken gleichermaßen ein.

 

Daneben werden Zeichnungen und Cyanotypien zu sehen sein.

 

KUNST UND KUCHEN // OLIVER LÖHR

Donnerstag, 03. Oktober 2013

14 bis 18 Uhr

 

Öffnungszeiten //

Donnerstags  18 bis 20 Uhr

Freitags          18 bis 20 Uhr

Samstags       11 bis 17 Uhr


Sowie nach Vereinbarung.

 

Oliver Löhr über seine Maltechniken
"Ich beschäftige mich in meinen Arbeiten mit der Zusammenführung von Fotografie, Zeichnung, Malerei, Rechnerarbeit und Druckgrafik. Die einzelnen Techniken stehen dabei nicht (nur) nebeneinander sondern werden in den einzelnen Bildern miteinander verbunden.


Das klingt im ersten Moment nach ziemlich viel durcheinander, bildet aber eigentlich nur den Schwerpunkt der Techniken, mit denen ich mich seit langem beschäftige.
Die Vorgehensweise alle Techniken in einem Bild zusammenzubringen ist aus Zeitnot entstanden. Dadurch, dass die Bilduntergründe, die die malerischen Komponenten tragen und die Bildbearbeitung der Fotografischen Elemente nebeneinander bearbeitet werden, spare ich enorm viel Zeit bei der Entwicklung von Ideen und Kompositionen.


Einer der Kernpunkte ist dabei, im Malerischen totale Abstraktion mit dem genauesten Ausdruck des Gegenständlichen – der Fotografie, aufeinandertreffen zu lassen. Zeichnerische Elemente und Druckgrafik, meist Siebdruck fließen dabei in die einzelnen Bilder mit ein.


Der Ausgangspunkt Malerei/ Zeichnung und Fotografie miteinander zu verbinden bildet die Collage. Die Bilder sind allerdings mit der klasssischen Technik der Collage nicht mehr vergleichbar, da keine Papiere oder anderes Collagematerial auf einen Untergrund aufgeklebt werden.


Thematisch schwingt dabei die Auseinandersetzung mit digital bearbeiteten Wirklichkeitsvorspiegelungen aus den Medien, die z.T. in stark verfremdeter Form auch in den Kompositionen auftauchen, ständig mit. Ein Foto hat schliesslich immer recht.


Genau das zu hinterfragen und dabei fünfzig Jahre alte Fotografien mit Aufnahmen aus der letzten Woche digital zusammenzusetzen oder bereits bearbeitete Fotos aus Magazinen noch mal  durch photoshop zu jagen macht nicht nur Spass, sondern öffnet für mich auch ein gestalterisches Versuchsfeld, mich mit der eigenen Vergangenheit malerisch und fotografisch auseinander zu setzen.
Einen Schwerpunkt in der Ausstellung bilden diese Bilder, die zumeist in Serien konzipiert sind."

Über den Künstler
Oliver Löhr, Jahrgang 1967, studierte angewandte Malerei und Zeichnung in Hamburg. Bis heute lebt und arbeitet in Hamburg und unterrichtet seit über 10 Jahren Malerei und Siebdruck im eigenen Atelier.