Vernissage // Samstag, 21.02.2015 · 18 bis 22 Uhr

NILS DIERS

Mit seinen Arbeiten hinterfragt er konsequent liebgewonnene Sehgewohnheiten. Seine Bildsprache ist direkt und provozierend.


Die Bildträger variieren vom Papier zur Spanplatte, Sperrholz oder Wellpappe- Spiegel holen den Betrachter direkt in das Bild hinein.


Allen Arbeiten gemeinsam ist die Collage. Versatzstücke aus unterschiedlichen Druckerzeugnissen -gerissen, geschnitten, geknüllt und geklebt, werden aus ihrem bisherigen Zusammenhang genommen und neu gesetzt.

Farben-gekleckert, gespritzt und auch gemalt führen den Dialog auf der Bildfläche weiter, ergänzt durch lineare Elemente, seien es Schrift oder Zeichnung. Mit Kugelschreiber, Wachsstift, Kreide. Kurzum, es wird mit allem gestaltet, was zur Hand ist. 

Pausen im gestalterischen Prozess dienen der kritischen Betrachtung und 

kompromißlos wird übermalt oder decollagiert, was langweilt, nur vordergründigt „scheint“ oder sich wiederholend „schon mal dagewesen ist“.


Dabei ist das Ringen um die Wahrhaftigkeit der eigenen Aussage durchaus begleitet von Humor und Spontaneität. Mit Leichtigkeit werden dann kompositorische Fragen gelöst.


Ein „Entweder – Oder“ weicht einem „Sowohl-als Auch“,in großer Schwere schweben Schmetterlinge, in Dunkelheit erscheinen Blüten. So sind die Bildaussagen radikal, aber niemals ohne Poesie.